APP UND INTERNETSEITEN VERSPRECHEN WUNDERHÜBSCHE DATES. ABER WAS GIBT’S IN DER SCHWEIZ EIGENTLICH SO FÜR FALSCHSEXUELLE? WIR STELLEN EUCH VIER MÖGLICHKEITEN VOR.

Von: Anna, 21 Journalistin aus Winterthur

Von: Anna, 21
Journalistin aus Winterthur

Ja ja, besonders neu sind sie nicht mehr, die Partnerbörsen im Netz und Dating-Apps. Es wird sogar behauptet, Falschsexuelle hätten die Internet-Singlebörsen schon lange vor den Heteros und Heteras entdeckt: „GayRomeo“ zum Beispiel gibt’s international seit 2002, das Schweizer Lesbenportal „shoe.org“ gar schon seit 1997!
Sieht mensch sich heute um im Schweizer Gefielde der queeren Dating-Sites, fallen zwei Dinge auf: 1. Für männliche Gays gibt’s so einiges. 2. Für alle anderen Falschsexuellen müssen wir etwas genauer suchen. Dass auch LGBTs daten und partnern wollen, haben natürlich auch die grossen Seiten längst bemerkt: Parship hat Gayparship, auf Friendscout24 lassen sich längst schon falschsexuelle «Friends» finden. Dabei gilt natürlich nach wie vor: Egal, wofür ihr euch trefft, ein gesunder Grundrespekt vor deinem Gegenüber ist Pflicht – und ruhig auch etwas Vorsicht: Vertrau auf dein Bauchgefühl, wenn dir etwas komisch vorkommt. Grenzen setzen ist immer okay, egal, was ihr vorher ausgemacht habt. Du bist zu nichts verpflichtet! Ebenfalls gut: Trefft euch an einem sicheren Ort; es kann nicht schaden, wenn mindestens ein_e Freund_in von dir weiss, an welcher Adresse du dich an diesem Abend aufhältst. 
Und, die wichtigste Regel von allen: Habt Spass! Zur Hilfe stellen wir euch hier vier Seiten bzw. Apps vor, auf denen auch viel Junge verkehren.

Gayromeo Der Standard für Schwule

  • Sprache: Deutsch
  • Layout: leicht altmodisch
  • Date or fuck: Ein Mittelding: Möglich ist beides.
  • Publikum: Vor allem gross. Für schwule, bisexuelle und Trans-Männer die grösste deutschsprachige Datingseite...
  • Diversität: ...allerdings eben nur für Romeos, nicht Julias.
  • Vorteil: Mann kommt schnell an Kontakte...
  • Nachteil: ...die einem öfters auch mal ungefragt Geld anbieten – teils auch Minderjährigen.

Purplemoon - Tummelplatz für Jugendliche

  • Sprache: Deutsch
  • Layout: sowas von 2003
  • Date or fuck: Meistens Chatten und/oder Daten
  • Publikum: Vorwiegend junge Schweizer_innen, die sich plauderfreudig zeigen. Recht viele User_innen.
  • Diversität: Für Schwule, Lesben und Bisexuelle. Trans*- und jegliche andere Gender sind keine Option.
  • Vorteil: Junge Schweizer Community, die gelegentlich auch Partys schmeisst (siehe Kalender).
  • Nachteil: Frauen, die nach Frauen Ausschau halten, werden öfters mal ungewünscht von Hetero-Männern angeschrieben.

OKCupid - Die aufregende Neue

  • Sprache: Englisch
  • Layout: modern und benutzer_innenfreundlich
  • Date or fuck: Beides – mensch kann das sehr genau angeben!
  • Publikum: In der Schweiz überschaubar, aber dafür sehr unterschiedlich und meistens recht freundlich.
  • Diversität: Vorbildlich! Für Gender und Orientierung gibt’s ganz viele Optionen, sodass für jede_n was dabei ist.
  • Vorteil: Die Fragebögen machen Spass und geben dir an, wie «kompatibel» du mit anderen bist.
  • Nachteil: In den USA ist die Seite der Renner. In der Schweiz hat sie vergleichsweise wenig User_innen.

Grindr (App) - Die beliebte schnelle Nummer

  • Sprache: Englisch
  • Layout: So pragmatisch wie das Programm.
  • Date or fuck: Fuck. In den aller-, allermeisten Fällen.
  • Publikum: Sehr beliebt unter Schweizer Männern wie auch international.
  • Diversität: Men only – dafür können die Vorlieben angegeben werden.
  • Vorteil: Juhu! Sex! Jetzt! Immer! Mit allen!
  • Nachteil: Das App beruht auf der genauen Lokalisierung deines Handys. Adieu Datenschutz.

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