Seegurken-Outings, lesbische Wünsche und Austausch der Generationen: Der Stand in Zürich hat's gebracht!

Outing vs. Coming-Out

Die beiden Begriffe werden heute sehr oft synonym verwendet. Trotzdem ist es nützlich, sich des
ursprünglichen Unterschieds bewusst zu sein:

Outing: Bekanntmachen der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität einer anderen Person, oft gegen ihren Willen. Heute meist als Fremd-Outing bezeichnet.

Coming-Out: Bekanntmachen seiner eigenen sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gegenüber der Aussenwelt, sei es der Familie, dem Umfeld oder der Öffentlichkeit

Anlässlich des Coming-Out-Days 2015 hat das Milchbüechli eine Standaktion im Zürcher Niederdorf organisiert. Ausgerüstet mit Pride-Fahnen, Flyern und einem riesen Stapel Milchbüechli-Magazine haben wir einen Nachmittag lang Fragen zum Thema Coming-Out beantwortet und unser Magazin an Passant_innen verteilt. Es ergaben sich viele Gespräche mit Jugendlichen, die sich für das Milchbüechli oder «Du bist Du» interessiert haben und sich oft gleich noch mit unseren «Ich oute mich als...»-Zetteln als Seegurke, Freak, Couch Potato oder Ähnliches geoutet haben. Doch nicht nur bei der Jugend, auch bei ehemaligen LGBT-Aktivist_innen stiessen wir auf Interesse: Sie wollten wissen, wer wir sind, und erzählten uns von früher, als sie noch für Gleichstellung gekämpft haben. Eine ältere Frau erzählte uns, wie schwierig es früher war, da es nur wenige Schwulenbars gab, in welchen man queer sein konnte. Dann forderte sie, wir sollten doch bitte eine Lesbenbar öffnen, da es in Zürich nur auf schwule Männer ausgerichtete Bars gäbe.

Von: Max, 18 Schüler aus Zürich

Von: Max, 18
Schüler aus Zürich

Nachdem das letzte Milchbüechli weg war, haben wir unseren fabulösen Stand weggeräumt
und sind in der Hoffnung, etwas Toleranz unter die Menschen gebracht zu haben, nach Hause gegangen.

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