Goethe, der Oberguru der deutschen Literatur im 18. Jahrhundert, schrieb einmal: «Die Erinnerung überstandener Schmerzen ist Vergnügen.»
Um Schmerz geht es auch in dieser Ausgabe. Und eben auch ums Vergnügen. Natürlich – meist tut Schmerz weh und wir wollen ihn überwinden. Beispielsweise, wenn wir Liebeskummer haben. In diesem Heft bekommst du Tipps, wie du beim Schlussmachen dafür sorgen kannst, dass die Schmerzen sich in Grenzen halten. Und für Fälle, in denen alles nichts geholfen hat, erfährst du, welcher Liebeskummer-Typ du bist. Denn gut analysiert ist schon halb verarbeitet.
Manche Menschen geniessen aber auch den Schmerz und setzen ihrne Körper bewusst dieser Erfahrung aus. Wie und warum das so ist, wird diesmal in der Hilfeecke beantwortet.
Schmerz kann uns auch beflügeln. Die Wut über die Unterdrückung, die Falschsexuelle in den 60er-Jahren erfuhren entlud sich 1969 in heftigen Protesten rund um die Bar Stonewall-Inn und führte schliesslich zur ersten Pride-Kundgebung. Schmerz kann Wasser auf unseren Regenbogen-Mühlen sein, wenn es uns gelingt, die negative Erfahrung des Schmerzes in positive Energie umzuwandeln. Wir hoffen, dass Du in dieser Ausgabe ein paar wertvolle Tipps findest, um deinen Schmerz in Kraft zu verwandeln. Kraft, Veränderungen herbeizuführen! Kraft, für unsere Anerkennung zu kämpfen. Kraft, Fröhlich zu sein. Kraft, aus Schmerz Vergnügen zu machen.
Und falls Dir das mit diesem Heftli alleine nicht gelingen sollte, komm mit uns an die Pride in Zürich (11. Juni) und in Fribourg (25. Juni)! 
Deine Redaktion


Schlüsselmomente
Dezember 2015