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Laura, 29   Doktorandin aus Basel

Laura, 29

Doktorandin aus Basel

Ein Regenbogen-Button am Rucksack, Aufnäher auf der Jacke, Lila-Aufkleber auf der Agenda: Mit solchen Accessoires beziehst du kreativ Stellung. Im Internet gibt’s massenweise Falschsexuelles für recht wenig Geld, und Aufnäher lassen sich auch einfach selber basteln. Wenn du Inspiration brauchst, folge uns auf Insta: @milchjugend.

Wünsch dir Bücher

Hol dir die Falschsexualität einfach in Buchform. Viele (Schul-)Bibliotheken führen eine Wunschliste. Dort Bücher mit falschsexuellem Inhalt zu bestellen – ganz egal ob Theorie oder Fiktion –, zeigt auch anderen Bibliotheks-Besuchenden: Hey, hier gibt’s mehr als bloss Cis- und Hetero-Themen. (Pluspunkte gibt’s natürlich, wenn du das Milchbüechli in der Schule auflegen lässt. Frag deine Bibliotheks- oder Lehrperson!)

Anna, 27  Journalistin aus Oerlikon

Anna, 27

Journalistin aus Oerlikon

Erteile eine Lektion

Von Geschichte über Biologie bis hin zu Literatur: Falschsexuelle Themen haben überall Platz. Indem du für deine Vorträge und Arbeiten Themen wählst, die aus der Norm fallen oder indem du eine berühmte falschsexuelle Person vorstellst, kannst du dich einerseits intensiver damit befassen und andererseits auch deinen Mitschüler_innen einen Einblick gewähren.

Steh zu dir – wir tuns auch!

Es ist nicht der einfachste Schritt – aber garantiert einer der effektivsten: Ein Coming-Out in der Schule ermöglicht dir nicht nur, ganz du selbst zu sein, sondern zeigt auch deinen Mitschüler_innen: Uns Falschsexuelle gibt es – und wir sind stolz darauf. Sehr oft kann das sogar bewirken, dass sich mit der Zeit andere Schüler_ innen ebenfalls outen – und ihr alle zusammen merkt, dass ihr nicht alleine seid!

Lass es andere Falschsexuelle für dich tun

Das mit dem Coming-Out braucht noch etwas Zeit? Oder bist du bist einfach genervt, dass du immer als Lexikon für queere Dinge herhalten musst? Dann lade andere Falschsexuelle in deine Klasse ein! Es gibt in der Schweiz verschiedene Organisationen, die Workshops mit Falschsexuellen für Schulen organisieren: ABQ (Bern), COMEOUT (Ostschweiz), GLL (restliche Deutschschweiz). Frag eine Lehrperson deines Vertrauens, ob sie einen solchen Besuch organisieren kann.

Plakate, Aktionen, Guerilla-Aktivismus

Hänge Plakate von falschsexuellen Organisationen und Kampagnen auf oder bastle selbst welche. Aktionen wie Flashmobs, eine Schöggeli- Verteilaktion oder ein Stand sind auch lustig. Zum Beispiel zu internationalen falschsexuelle Feiertage wie dem Coming-Out-Day, Trans*Vi- sibility Day, IDAHOT oder in der Pride-Woche. Eine Bewilligung der Schule dafür zu bekommen ist nicht immer einfach. Falls du auf Widerstand stösst, weich auf Guerilla-Aktionen aus: Verteil die Schöggelis 20 m vom Schulgelände entfernt, teste, wie lange die Plakate ohne offiziellen Stempel überleben, schreib etwas auf die Wandtafel.

Gründe eine falschsexuelle Schulgruppe

Auch wenn dir das vielleicht so vorkommt: Du bist ganz sicher nicht der einzige falschsexuelle Mensch an deiner Schule. Falls die Buschtrommel und Rumfragen nicht funktioniert, such auf Purplemoon. Trefft euch und besprecht, was ihr machen möchtet: Erfahrungen austauschen, Dinge unternehmen oder Aktionen starten? Wichtig ist, dass ihr Vertraulichkeit garantieren könnt: Auch Leute, die sich noch unsicher oder ungeoutet sind, sollen sich bei euch wohl fühlen. Richtet eine Mailadresse ein, an die man auch anonym schreiben kann. Wenn du eine falschsexuelle Schulgruppe gründen möchtest und dazu Fragen hast oder Unterstützung brauchst, melde dich bei cora@milchjugend.ch / Schulprojekt.

Zusatztipp: Es ist zwar schön, wenn mensch ganze Schulleitungen dazu bewegen kann, sich für Falschsexuelle einzusetzen. Leider sind aber noch immer viel zu viele Schulleitungen queerphob oder haben einfach zu viel Angst vor sturmklingelnden Eltern. Meistens ist es einfacher, sich unter den Lehrpersonen einzelne Verbündete zu suchen. Wenn sogar hier Fehlanzeige ist, such dir Verbündete ausserhalb der Schule, zum Beispiel in der Milchjugend. Lass dich nicht von fadenscheinigen Argumenten abwimmeln oder davon überzeugen, dass deine Anliegen nicht wichtig sind.

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