Anna, 27  Journalistin aus Oerlikon

Anna, 27

Journalistin aus Oerlikon

Erstens

An dir schür’ ich meine Ungeduld

geh’ ungekannte Wunder durch

dreh’ nochmals eine Runde

Kilometer sind es Hunderte

wenn mein Gedankenkarussell

uns beide an die Wand fährt

ist der Rahmen deines Blickes

noch das Einzige, was standhält

 

Wir sind uns gern und selten nah

Streift mich dein Mund, hält er mich da

Je ferner wir uns sind, desto weniger vertraut

doch wohin meinen Zweifeln, wenn ich selbst

 sie nicht mal glaub’

 

Fühl’ mich wie Himbeersirup in zu vieler Kohlensäure

Stehe hinter dir, doch neben mir

wenn ich vom Wollen träume

 

Zweitens

Du hütest meine Zunge

und beherbergst mein Vermissen

Giesst Sirup in die Wunde

überzuckerst mein Gewissen

Wie Honig fliesst die Zuversicht

und liegt mir in den Haaren

Der zähe Wunsch nach uns vermischt

mit dem, was wir nie waren

 

Die Süsse brennt im wunden Fleck

verklebt all unsre Enden

Ich heul’ die Ängste mundgerecht

in deine warmen Hemden

 

Es gibt kein Drittens.

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