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Pride für alle!

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Pride für alle!

Im Juni findet wieder die bunte, wundertolle Pride in Zürich statt. Nicht so bunt ist allerdings das Motto. Ein Aufruf zum Miteinander!

Oli, 23   Studierend

Oli, 23

Studierend

Wie auch schon vor zwei Jahren befasst sich die Pride in ihrem Motto mal wieder mit der Ehe für Alle. Keine Frage, die rechtliche Gleichstellung von nicht-heterosexuellen Paaren ist wichtig. Doch ist das wirklich die einzige Forderung, die unsere Community beschäftigen sollte?

Lilly, 18   Schüler_in

Lilly, 18

Schüler_in

Für eine Bewegung, welche ihren Ursprung in einem vereinten Aufstand von vielen queeren Menschen hat, ist das ziemlich schwach. Der Christopher Street Day, wie die Pride früher hiess, entstand 1970 als Gedenkmarsch gegen die willkürliche Polizeigewalt in der Christopher Street in New York. Von da aus schwappte die Bewegung nach Europa, in Zürich fand 1978 der erste CSD statt. Seit 1999 bestimmt der Verein Pride Festival Zürich ein jährlich wechselndes Motto, passend zu einem aktuellen Thema. Diese Mottos fokussieren sich meistens auf die Interessen von Lesben und Schwulen, andere Gruppen werden nur am Rande erwähnt.

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Der Flyer von diesem Jahr treibt es auf die Spitze, indem er nur Lesben und Schwule erwähnt. Doch die Ehe für alle geht auch Bisexuelle, Pansexuelle, Asexuelle, Transmenschen, Intersexuelle und viele andere Gruppen etwas an. Sie ist auch nicht der letzte Schritt zur Gleichberechtigung, sondern einer der ersten. Auf Nachfrage erklärt der Vorstand des Pride-Komitees diese Vereinfachung damit, dass dieses Design an die heterosexuelle Bevölkerung gerichtet sei, die oft nicht einmal die Abkürzung LGBTI kenne. Sie möchten damit die Unterstützung der heterosexuellen Bevölkerung für unsere Anliegen erreichen. Die Frage ist jedoch: Wer bekommt diesen Flyer eher in die Hand gedrückt – die «heterosexuelle Bevölkerung» oder die queere Community?

Gegen Normen – Widerstand!

Es ist doch so, dass an der Pride verschiedenste queere Gruppen mitlaufen. Und wir kämpfen alle für dasselbe Anliegen – Akzeptanz auf ganzer Linie! Die Mottos für die zukünftigen Prides in Zürich sind noch nicht festgelegt. Neu wird die politische Arbeit der Pride von einer offenen Arbeitsgruppe gemacht, bei der sich laut Vorstand jede_r beteiligen darf. Somit haben wir, die falschsexuelle Jugend, eine Möglichkeit unsere Anliegen mit einzubringen: Wir brauchen gesellschaftliche Akzeptanz für alle LGBTQIA*s, wir fordern weniger Schubladisierung und mehr Regenbogen! Schulter an Schulter, Hand in Hand, gegen Normen – Widerstand!

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