Ich bin Katzenmama von den fünf Katzen meiner Eltern, liebe Regenbögen, Spassgetränke, Deeptalks, ein gutes Buch, Kunst und das Leben mit all seinen Farben. Ich bin gerne überall in der Schweiz unterwegs und entdecke die Welt mit offenen Augen.
Ich mache eine Ausbildung zur Fachperson Gesundheit EFZ in einem Spital in der Nähe von Basel. Der Lehrgang als FaGe bedeutet: viele Emotionen, viel Menschlichkeit und manchmal auch das Gefühl, selbst noch zu heilen, während mensch anderen hilft. Nach der Ausbildung ist aber noch lange nicht Schluss: Ich träume von der Berufsmatura und coolen Nebenjobs. Beispielsweise würde ich gerne tätowieren oder piercen, in einem Café oder einer Bar jobben, Weiterbildungen machen und studieren gehen.
Zum Milchbüechli bin ich über eine Kollegin gekommen und geblieben, weil ich mich hier endlich wiedergefunden habe. Das Milchbüechli ist für mich ein Safespace: ein Ort, an dem ich so sein darf, wie ich bin. Ohne Angst, zu viel oder zu anders zu sein. Heute schreibe ich selbst fürs MiBuLi, über queere Gesundheit, Neurodivergenz, Bücher und das Leben ausserhalb des Klinikflurs.
Ich will mit meinen Texten zeigen, dass es okay ist, laut, leise, bunt, still oder ängstlich zu sein. Dass mensch gleichzeitig struggeln und mit der Sonne um die Wette strahlen darf.
Ich teile meine queer-feministische Kunst auf Insta (@queer_feminismcanvas_ch), schreibe, backe, gehe gerne raus und tanze durchs Zimmer, wenn die Musik laut genug ist. Nach Jahren voller Mobbing, Scham und der Angst, „zu viel“ zu sein, lerne ich gerade, dass genau das mein Glitzer ist: Wenn ich einfach ich bin. Ich habe Freund*innen verloren, die mir das Gegenteil eingeredet haben und genau das hat mich stärker gemacht. Heute weiss ich: Ich darf bunt, laut, liebevoll und lebendig sein und dass es auch okay ist, manchmal nicht okay zu sein.
Eine Sängerin, die mich schon lange begleitet, ist Madeline Juno. Ihre Musik bringt mich immer wieder zurück zu mir selbst. Und auch „Wenn das Liebe ist“ von Nina Chuba erinnert mich daran, wie schön es ist, sich nicht mehr zu verbiegen.
Ich glaube daran, dass Anderssein eine Superkraft ist. Dass wir als queere Menschen zusammenstehen, uns gegenseitig halten und feiern dürfen. Mit Glitzer, mit Liebe, mit allem, was wir sind.

