Unter dem Begriff KI oder Künstliche Intelligenz (englisch AI; artificial intelligence) versteht mensch in der Informatik eine Vielzahl von verschiedenen Modellen. Da in diesem Bericht nur von der «generativen» KI gesprochen wird, werde ich mich mit dem Begriff KI nur auf diese Form beziehen.

Generative KI kann durch gespeicherte Daten neue Ergebnisse generieren. Als Beispiele die Sprachmodelle ChatGPT, Grok oder Claude. Es gibt auch KI-Systeme, die Bilder oder gar Videos erstellen können. Beispiele dafür sind ChatGPT, Canva und Crayion.

Die Befürworter*innen der KI begründen das damit, dass sie Vorgänge wie das Schreiben von E-Mails oder Berichten beschleunigen können. Sie geben der KI einen schnellen «Prompt» (einen Befehl, der als normaler Satz formuliert wird, wie zum Beispiel bei Google-Suchanfragen) ein und schon ist die Sache erledigt. Das dauert bei einem kurzen Text nicht einmal eine Minute.

Was für viele dabei oft vergessen geht ist, dass die gesparte Zeit in verbrauchter Energie bezahlt wird. Nach Zahlen der Umweltorganisation Greenpeace stiessen diese riesigen Rechenzentren (also die Orte, wo die Rechner stehen, die diese Texte generieren) im Jahr 2025 rund 250 Millionen Tonnen Treibhausgase (unter anderem auch CO2) aus. Schätzungen zufolge sollten es jedes Jahr mehr werden.

Ein weiterer Punkt, der KI sehr umstritten macht, ist das Fehlen einer konkreten Person, die diese Outputs erstellt hat. Sollte also zum Beispiel ein Bild generiert werden, hat dieses keine*n Künstler*in, denn die Daten, die für den Prozess verwendet wurden, werden oftmals aus dem Internet von echten Künstler*innen gestohlen und für das KI-Bild verwendet.

Meiner Meinung nach ist KI ein kompliziertes Thema. Es gibt noch andere Pro-Argumente, die mich auch nicht überzeugen konnten, künstliche Intelligenz in einem wirklich positiven Licht zu sehen. Das Stehlen von Informationen und die schweren Umweltfolgen machen KI für mich moralisch unattraktiv. Was ich für die Zukunft hoffe, ist, falls wir den privaten Gebrauch von KI nicht einstellen können, dass wir ihn wenigstens verantwortungsbewusst und sparsam brauchen.

Text von Remy (er/dey), 2006 — Illustration von Sasha (they/keine), @joel_art

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