Und von der ersten Berührung an entflammte alles in mir.

Etliche, sich lang anfühlende Tage vergingen zwischen unseren Dates. Konzentration vorhanden? Absolut nicht. Meine Gedanken wanderten ständig zu dir. Aus irgendeinem Grund wurde ich auch oft wieder nervös. Dann verschnellerte sich mein Puls. Ich konnte fühlen, wie mein Herz anfing zu pochen – hörte, wie es lauter wurde, bis mir die Ohren dröhnten. Ein ständiges Grinsen begleitete mich.

Umso vorfreudiger war ich, als der Tag, an dem du zurückkommen solltest, immer näher herantrat. Deine dunkelbraun schimmernden Augen zu erblinzeln, erfüllte mich mit einem Gefühl vollkommenen Glückes. Wie zart und fröhlich dein Ausdruck doch war. Umarmt haben wir uns verlegen und da gestanden an diesem Ort. Dort wo mensch sich eben so trifft. Ich war wie eingefroren. Und die Zeit schien stehen geblieben. Es fühlte sich alles so zeitlos an mit dir an meiner Seite.

Scheinbar ohne Plan spazierten wir dem Wasser entlang. Ich und du – du und ich.

In guter Stimmung setzten wir uns mit voller Plauderlust wieder an den Platz, an dem die spürbar elektrische Luft sich blitzartig auflud. So wie beim ersten Mal. Mit Adrenalin im Blut bemerkte ich, wie wir uns wiederholt und unauffällig einander näherten.

Ein Stück weiter vor mit dem Bein. Ein Stück weiter vor mit dem Po. Ein Stück weiter vor mit dem Arm. Ein Stück weiter vor mit der Hand. Ein Stück weiter vor und unsere Energien trafen aufeinander. Dem wundervollen Strahlen in deinen Augen, deinen wohlgeformten, dunkelrosafarbigen Lippen, der Sehnsucht nach mehr und unserem gegenseitigen Zeukeln nach MEHR als nur Worten, konnte ich – wir – nicht widerstehen …
sanft und weich …
süss und prickelnd …
die Gänsehaut mit den aufstehenden Haaren …
ein angenehmer Geruch …
Purzelbaumflattern …
Wärme und Feuchtigkeit zugleich …
Hitze steigt auf …
Eins werden …
Vollkommenheit …
das Gegenstück meiner Seele findend …
… gemeinsam vereint

Sich dann voller Atemlosigkeit voneinander loslösend. Die aufflimmernde Angst, diese Achterbahnfahrt alleine zu begehen, verging wieder, sobald ich meine Augen öffnete. Die scheinbar greifbare Energie zwischen uns verstärkte sich mit jedem Male, an dem unsere Blicke sich trafen. Deine Lippen, die meine berührten. Deine Anziehungskraft auf mich wirkte wie ein Magnetfeld. Und irgendwann, so ganz verlegen, haben wir uns gegenseitig verschmitzt angelächelt. Nach einer Weile sind wir langsam aufgestanden. Vorsichtig Hand in Hand haltend begaben wir uns mit Kribbeln im Bauch auf das gemeinsame Abenteuer. Weiter entdeckend, in der scheinbar zeitlosen Welt, die mich und dich umgab.

So verlegen wir nach diesem Abend auch waren, trafen wir uns an einem verwindeten Morgen voller Mut wieder. Wie abgemacht, schlenderten wir einmal mehr dem Wasser entlang. Dieses Mal mit klarem Ziel. Im Spiegellabyrinth mich wiederfindend neckten wir uns gegenseitig. Mal hier, mal da ein Wort. Mal hier, mal da eine Berührung. Eine von mir – eine von dir. Begegnung im Hier und Jetzt; Begegnung deiner sanftmütigen und starken Ausstrahlung; Begegnung der Hände; Begegnung der Wände, Begegnung Rücken an Wand, deine Hand an der Wand, mein Körper begehrte den deinen. Meine Hand an deinem Gesicht und unsere Lippen vertraut in Bewegung. Ganz im Hier und Jetzt, mit dir. Im Morgenrausch meinen Gefühlen und Begehren begegnend. Meine tiefe Zuneigung dir gebend … Eine Berührung, die alles entflammte in mir. Und nie erlöschen sollte …

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