Lesbenspaziergänge – Ein Jahrhundert Kampf für Respekt und Rechte für Lesben

Zürich ist das Zentrum für Lesben in der Schweiz. Hier gibt es drei Anfänge einer sichtbaren, organisierten Vernetzung von lesbischen Frauen, Freundinnen, Gefährtinnen usw.: Um 1900 bildet sich das Freundinnen-Netzwerk um die Zeitschrift „Die Philantropin“ von Dr. med. Caroline Farner und ihrer Freundin Anna Pfrunder.
1931 Jahren gründen Laura Fredy Thoma und Anna Vock die erste Lesbenorganisation „Damenclub Amicitia“ und zusammen mit den Männern die Zeitschrift «Das Freundschaftsbanner».
Ein doppelter Anfang liegt um 1970: Lesbische Frauen treffen sich im Conticlub der schwulen Männer zu eigenen Abenden. Und in der HAZ, von linken Männern gegründet, treffen sich ab 1972 lesbische Frauen. Sie trennen sich bald von den Männern, gründen den Verein HFG Homosexuelle Frauengruppe und mieten im Frauenzentrum ein Zimmer. Sie geben die Zeitschrift «Lesbenfront» heraus. Es entstehen zahlreiche Lesbenprojekte rund um das Frauenzentrum, das leider Anfang 2000 geschlossen wird. Die meisten Lesbengruppen lösen sich auf. Auf schweizerischer Ebene kämpfen die Dachverbände LOS Lesbenorganisation und Pink Cross für die «Ehe für Alle», welche 2021 in einer Volksabstimmung angenommen wird. Viele Aktivitäten beziehen sich fortan auf LGBTQ+ oder Queer*, in denen auch lesbische Frauen aktiv sind, oft wenig erkennbar als Lesben.
Geführt wird der Spaziergang von: Madeleine Marti
Treffpunkt
Lindenhof, vorne bei der Mauer
Ende
Schauspielhaus
Tickets
Preis: 20 (15) Franken – Twint oder bar
Reservation: E-Mail an lsg@gmx.ch
Eine Reservation ist sehr erwünscht, ebenso Vorauszahlung an:
IBAN CH3709000000300177814
Sappho-Verein zur Förderung von Frauenforschungsprojekten, 8045 Zürich
Spontane Teilnahme: ist möglich, ebenso Bezahlung vor Ort, Twint oder bar
Dauer: je ca. 90-120 Minuten.
Sprache: Schweizerdeutsch – spontaner Wechsel auf Hochdeutsch möglich.


