Tribade

Weg vom Dude hin zur Dyke: Tribade bringt queerfeministischer Hip-hop von Barcelona nach Zürich.
Tribade aus Barcelona legten 2019 mit ihrem Debüt Las Desheredadas einen regelrechten Senkrechtstart hin. Das Ziel: nichts geringeres als die ganze Welt. Claro. Die MCs Masiva Lulla und Bittah, derzeit unterwegs mit DJ Mark spielten subito an renommierten Festivals, wie dem TransMusicales in Frankreich, dem Eurosonics in den Niederlande oder dem SXSW in Texas. Keine Bühne scheint dem Trio zu gross, kein Soundsystem zu fett.
Sie schreiben selbst über sich: «Tribade is real HipHop, from the streets and willing to be heard everywhere», was denn auch geschieht. Mit Songs, die über eine Million plays verzeichnen und von Mexiko über Indien bis Neuseeland reichen, könne man sagen: Tribade is being heard everywhere.
Was auch bedeutet, dass überall gehört wird, wie antikapitalistische Lyrics auf Kritik am Heteropatriarchat treffen. Und Queerfeminismus auf Flamenco, auf Afrotrap und Reggaeton. Eine absolut explosive Mischung, die sich in die heutige Rap-Szene einwebt und sie zugleich aufdröselt, weg vom Dude hin zur Dyke – wie das zweite Album von Tribade getauft ist. Also los, Senkrechtstart, Welt, Rote Fabrik.


